my 1st ICELAND Tour

last update on 2014 February 16

ICELAND : it´s my best tour !!!
02.09. - 09.09.2007


Island Reise 02.09. bis 09.09.2007

Die Reise buchten wir im Januar mit freundlicher Unterstützung der sehr geduldigen OTTO Reisebüro Chefin der
Stadt Plauen, Fr. Murrmann, über „Der TOUR“ und den Jeep über „Jahn-Reisen“.

2.September Reise nach Reykjavik:

Begonnen hat unsere Reise am 2.September um 06:00Uhr mit der Fahrt nach Frankfurt /Main zum Flughafen. Dort checkten wir bei Island Air ein. Nach erfolgreichem parken (ca.10:30Uhr) auf dem „AIRPARK“ Parkplatz (verbilligtes parken außerhalb des Flughafens), ging es per Shuttle Bus zum Flughafen. Was uns da erwartete war eine Menschenmenge die sich durch die halbe Check-in Halle erstreckte. Also hieß es anstellen und waaaaaarten bis sich die deutschen Schalterangestellten „uns annahmen“. (ca.11:45Uhr waren wir dann mit dem Check-in dran). Der Flug selbst sollte planmäßig 14:30Uhr MESZ erfolgen, tatsächlich flogen wir 15:00Uhr erst los, da wie oben erwähnt das Check-in eine Ewigkeit dauerte!!! (Auf Island übrigens heimwärts dauerte der ganze Spaß trotz großer Schlange an Menschen nur ein paar Minuten!) Als wir endlich abhoben in Richtung Island waren wir sehr gespannt was uns dort erwarten wird. Der Flug selbst verlief ohne Probleme (Luftturbulenzen). Während des Fluges, bei dem wir am Fenster sitzen durften, machte ich einige Aufnahmen von diversen Nordseebohrinseln und den Färöer Inseln, worüber wir hinweg flogen. Zu essen an Board gab es Kassler mit Kartoffelsalat, dazu 1 Brötchen und Schokolade. War sehr lecker! In Island kamen wir 18:40Uhr MESZ an. Island Zeit heißt das 16:40Uhr (-2 h). Sehr zügig hatten wir vor Ort unser Gepäck auf dem Keflaviker Flughafen entgegen genommen. Unseren, von Deutschland aus gebuchten, Jeep nahmen wir, nachdem wir im Flughafengebäude den „Schriftkram“ erledigten, entgegen. Bis dahin war alles i.O.! Einziges muss unbedingt erwähnt werden, bei der Übernahme des Autos sollte unbedingt außer der Sichtkontrolle auch eine Probefahrt erfolgen. Uns traf es diesbezüglich bei der Probefahrt mit der Erkenntnis, dass der Jeep (Suzuki Grand Vitara) ein Problem mit dem Antriebsstrang hatte. „malende“ Geräusche vom hinteren Differential und ein nach Rennauspuff klingender Endschalldämpfer veranlasste uns, noch einmal die Mietwagenfirma (Hertz) am Flughafen aufzusuchen. Dort bekamen wir sofort ein anderes Fahrzeug der gleichen Marke. Zwar waren hier, wie am vorherigen Jeep diverse „Gebrauchsspuren“ äußerlich erkennbar, die Funktion des Wagens war aber gegeben und hat sich auch bei den anschließenden Fahrten von insgesamt 2413 Km auch bewiesen. Außerdem hatten wir jetzt ein Fahrzeug bekommen, das innen mit Wurzelholz ausgelegt war, welches sich seeeeeehr angenehm für uns darstellte! Nun konnte der Urlaub endlich um Ortszeit 19:15Uhr vom Keflaviker Flughafen aus losgehen. Zuerst fuhren wir in Richtung Reykjavik, ca.40 Km. Dort angekommen fanden wir nach einigem Suchen unser Quartier – Pverholt 20 – „Guesthouse Egilsborg“. Die Unterkunft ließ uns ein wenig erschrecken, da diese doch recht VOLL war und wir ja Zimmer mit Etagen WC und Dusche gebucht hatten. Dem entsprechend war der Zustand der sanitären Anlagen wie auch des Zimmers. Abends fuhren wir noch mal raus zur blauen Lagune und wollten dort eigentlich baden gehen, aber die Lagune schloss bereits um 20:00Uhr. Wir schauten uns die Lagune von außen an. Nach einer Fahrt nach Grindavik hörten wir vom hinteren Teil des Wagens ein Geräusch. Es stellte sich heraus das die Halterung des Ersatzrades locker wurde. Auf einem beleuchteten Parkplatz am Rande von Grindavik montierte ich das Ersatzrad ab (wie in dem Urlaub noch weitere 5x) und zog mit Hand, da kein 13´er Schlüssel vorhanden war, die Fixierschrauben fest. Dabei kam eine schmusige Hauskatze vorbei – Miau. Sie bekam auch noch ein paar Streicheleinheiten von uns. Danach fuhren wir zurück in die Hauptstadt über die Strassen 43 und 41, schauten uns kurz ein bisschen Reykjavik bei Nacht an und studierten im Hotelzimmer unsere Karten und Landesführer für den nächsten Tageskilometermarsch. PS: Was allgemein gesagt werden muss, die Hotels bieten erst ab 08:00Uhr die Möglichkeit, dass gebuchte Frühstück zu bekommen. Dieses war aber für unsere Zwecke nicht allzu dienlich, da doch einige Tageskilometer bewältigt und die Sehenswürdigkeiten incl. Wanderungen auch Zeit in Anspruch nahmen und somit ein früheres Frühstück besser gewesen wäre. Letzten Endes teilten wir unsere Tage so ein das wir abends so auf 21:00Uhr am jeweiligen Hotel eintrafen.

3.September Fahrt von Reykjavik nach Vik: (die größte Etappe) ca. 400 Km

Am nächsten Morgen ging es nach einem recht ordentlichen Frühstück auf die Ringstrasse“1“ erstmal nach Norden über die Straße 36, welche sich von „Mosfellsbaer“ aus in Richtung „Pjordgardur Pingvellir“ (Nationalpark –sprich englisch „thingvellir“) erstreckt. Auf der Fahrt dorthin sah ich schon den ersten Touri, der der Meinung war mit dem Jeep eine Böschung mit ca.50cm hohen Steinen hinab zu fahren. Das Resultat war, ich stieg aus bei strömenden Regen und half einem schon helfenden „Abschlepp-Jeep Fahrer“ (ein riesiger FORD Jeep), den abgekommenen heraus zu ziehen. Im Detail half ich das Abschleppseil zu befestigen und sperrte die Strasse da eine Kuppe die Sicht auf den Unfall verdeckte. Nach dieser kurzzeitigen Unterbrechung ging es nun nach Pingvellir. Dort angekommen konnte man sehr eindrucksvoll das auseinanderbrechen/driften der Amerikanischen von der Europäischen Platte, in Form eines riesigen Grabenbruches (Almannagjá), sehen. Weiter sieht man davor schon den sehr schönen See „Pingvallavatn“. Mit Karten wird man dort sehr gut ausgestattet - natürlich kostenlos, wie auch der Nationalparkeintritt und alle noch folgenden Eintritte!! Ein sehr Touri- FREUNDLICHES Land, dieses von uns inzwischen sehr lieb gewonnene wunderschöne ISLAND! Wer es nicht gesehen hat ist selber schuld und dem ist echt ein schöner Fleck auf Erden entgangen. Ach ja, den Wasserfall „Öxarär-Foss“ sollte man sich am besten von der gegenüberliegenden Seite von der Schlucht „Almannagjá“ ansehen und die dortige Felsenwand hochklettern (um ihn voll sehen zu können). Es lohnt sich wirklich. Ich machte das bei sehr schönem Regenwetter, was sich meine Frau nicht antat! Verständlich, wenn man schon aufgrund des Regens „durchgeweicht“ ist. (Mir war es egal, für Fotos mache ich fast alles!) Nach diesem sehr schönen Besuch ging es weiter über die Strassen 365, 37 nach Geysir. Dort angekommen und mit sehr nasser Kleidung (Kameras machte meine liebe Frau ständig liebevoll trocken) besichtigten wir die Geysire. Der „Strokkur“- der größte Geysir- bricht dort ungefähr alle 10-15 min aus. Es lohnt sich ein paar Ausbrüche anzusehen da jeder in der Intensität, jedenfalls als wir da waren, anders ist! Weiter ging es in Richtung Gullfoss – ein sehr schöner mächtig großer Wasserfall. Dort lohnt es die paar Treppenstufen nach oben zu steigen, auch bei Regen, um sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen. Nach der Besichtigung fuhren wir wieder über die Strassen 37, 35 und einer Umleitung bei Skálhot in Richtung Ringstrasse (1). Eigentlich war geplant über die Strasse 35 bei Sellfoss wieder auf die 1 zu gelangen, aber aufgrund der obigen Umleitung kamen wir 16 Km südlich davon auf die Strasse 1. Also fuhren wir zurück und schauten uns die Stadt Sellfoss an. Dies war ein guter Gedanke. Insgesamt muss über die größeren Orte auf Island gesagt werden, dass diese sehr den amerikanischen Vorstädten ähneln, was aber sehr schön ist! Nach erfolgtem Einkauf im Supermarkt „Bónus“ (Trinkerei, belegte Brötchen) ging es in Richtung Vik auf der 1, dem ersten Ziel des Tages, wo wir übernachten sollten. Vorbei an dem Vulkan Hekla (dort sahen wir über dem Vulkan einen schönen Regenbogen), den Wasserfällen Seljalandsfoss und Skógafoss (dort kamen Sonne und starker Regen in regelmäßigen Abständen über uns) und weiter über die Gletscherzunge „Sóhlheimajökull“ (eigentlich aufgrund der schlechten Strasse nur mit Jeeps zu erreichen, wie Japaner es uns zeigten schafft es wohl auch ein überfüllter Toyota Camry) über das Kap Dyrhólaey (Strasse 218) nach Vik. Dort suchten wir (und dieses passierte auch anderen, was später aus Gesprächen anderer Deutscher hervorging) doch anfangs vergebens und später auf gut Glück unser Übernachtungsquartier „Nordur-Vik“. Schuld an der anfänglichen Suche war die eingetretene Nacht, ein ausgebleichtes Hotelschild, sowie eine nur aus Splitt bestehende Strasse die scheinbar in ein Gehöft aber nicht zum Hotel führte. Erst durch mehrmaliges hin- und herfahren fanden wir in der Nacht endlich das Hotel. Dieses war international belegt und von unserer Sicht aus ziemlich überbelegt, dementsprechend waren auch hier die sanitären Anlagen (ähnlich dem 1.Hotel in der Hauptstadt)! Abends bereiteten wir uns noch per Karte und Landesführer auf die nächste Etappe in Richtung Jökusárlón (Gletscher Lagune) vor, wo wir in der sehr empfehlenswerten Unterkunft „Hali i Suóursveit“ übernachten sollten.

4.September, Fahrt nach Jökusárlón:

Vor dem Frühstück fuhren wir hinauf zur sehr schönen Kirche in Vik. Diese sollte unbedingt vor Ort am Berg besichtigt werden, auch eine Weiterfahrt hinauf zum Friedhof, von wo man einen tollen Blick über die Kirche und den Ort bekommt, ist empfehlenswert! Nach dem Frühstück fuhren wir noch einmal zurück auf die Strassen 215 und 218 (ca.18 Km zurück in Richtung Norden), um uns bei Tage die Basalt Felsen anzusehen. Die ist sehr empfehlenswert und sollte nicht ausgelassen werden. Es wehte ein starker Wind der ca. 3m hohe Wellen am Strand entstehen ließ, einfach grandios. Noch was, ein sehr schmusefreudiger Hund begrüßte uns am Parkplatz dem Ende von Strasse 215. :-) Den wollte ich hier unbedingt erwähnen, da - ein liebes schmusiges Tier. Nach dieser Besichtigung fuhren wir zurück nach Vik und fuhren da mit dem Jeep direkt bei der N1 Tankstelle an den Strand. Danach tankten wir, gingen kurz in den Souvenir Shop und fuhren dann auf die eigentliche 2. Etappe unserer 8-tägigen Ringstrassen Tour. Nach Vik kommt eine schwarze Sandwüste „Myrdalssandur“, weiter fährt man durch die „Eidhraun“, eine Wüste mit Flechten auf den Steinen. Links am Horizont ist der Mýrdalsjökull entfernt zu sehen. Beide Wüsten sind sehr schön. Danach durften wir wieder Zeugen eines Unfalles werden, als ein Jeep Fahrer der Meinung war eine Flussdurchquerung mit sehr großen Steinen durchzuführen. Der Jeep war schon aufgesessen vor dem Fluss!!! Ein Polizist war schon vor Ort, ich fragte ob ich behilflich sein könnte, aber es war schon alles unter Kontrolle und so fuhren wir weiter. Wir kamen nach Núpsstadur. Hier befindet sich eine kleine, alte und schön restaurierte Kapelle. Nach deren äußeren Besichtigung ging es weiter, links zeigte sich schon seit einiger Zeit der Skeidarár-Jökull (ein Gletscherausläufer des großen Vatnajökull). Danach fuhren wir bei starkem Wind über den Skeidarársandur (Sand- und Geröllwüste wo bei einem Ausbruch 1996 der Schlammstrom des Vatnajökull die Landschaft formte) weiter und sahen ein Wohnmobil, welches durch den Wind von der Ringstrasse, auf der Seite lag. Ich hielt (andere Autos hinter uns auch) und lief zum Wohnmobil, aber glücklicher Weise war niemand mehr darin. Weiter ging es in Richtung Jökulsárlón, links waren Ausläufer(Öraefajökull) des Vatnajökull zu sehen. Dort war wohl die für uns beeindruckendste Sehenswürdigkeit von Island. Eine Gletscherlagune, gefüllt mit abgebrochenen Eisbergen, welche vom Vatnajökull stammen. Leider waren an diesem Tage alle Fahrten in der Lagune ausgebucht und meine Frau deswegen auch traurig. Nach laaaaaaaanger Besichtigung fuhren wir bei immer noch sehr starkem Wind in Richtung unserem (ca.17 Km entfernt) Quartier „Hali i Sudursveit“. Es war eine kleine Farm, bestehend aus mehreren kleinen Häusern. In einem davon bekamen wir ein Zimmer, was uns im Vergleich zu den ersten 2 Tagen wie ein 5 Sterne Hotel vorkam. Extrem sauber und das dortige Restaurant ist zwar mit einfachen, aber dafür preiswerten Gerichten durchaus empfehlenswert! Interessant ist die Architektur des Hauptgebäudes. Es sah wie ein Bücherregal aus! :-) Es beherbergt im übrigens über einen Einheimischen ein Museum. Wir aßen hier zu Abend und am nächsten Morgen wurde hier auch gefrühstückt. Am Abend fuhren wir nach dem Essen nochmals nach Jökusarlón um dort in der Dämmerung das Eis und die dortigen Tiere (Möwen, Seeschwalben und Seehunde) zu beobachten. Außerdem hoffte ich, vielleicht das Polarlicht zu sehen. Einen tollen Eindruck hinterließ z. B. das Aufeinandertreffen von Eisschollen. Auch der Mond ging dort spektakulär hinter einer Bergkette auf! Ca. 22:00Uhr fuhren wir dann aber los, da es doch bei eintretender Dunkelheit recht kühl wurde. Das Polarlicht konnte ich leider nicht sehen.

5.September – Fahrt nach Egilsstadir: 323 km

An diesem Morgen beschloss ich, da wir am Vortag keine Fahrt in der Gletscherlagune machen konnten, diese heute nachzuholen. So fuhren wir gleich nach dem Frühstück nochmal die 17 Km zurück zur Lagune und kauften uns für 10:30Uhr Tickets (2300 IsK), welche am Bootssteg der Amphibienfahrzeuge zu erhalten waren. Die Bootsfahrt selbst war ein sehr schönes Erlebnis. Während der nahen Vorbeifahrt an den Eisbergen wurde uns auch 1500 Jahre altes Eis in die Hand gegeben. Seehunde, die nahe vor uns auf Eisschollen lagen, konnten wir ebenfalls beobachten. Nach diesem Erlebnis der besonderen Art ging es nun auf unsere heutige Tagesetappe von 323 km nach Egilsstadir. Zuerst fuhren wir ca.60 Km bis Höfn. Dort angekommen fiel uns am Stadtrand eine riesige Radioantenne auf. Da kein Personal und auch keine Schilder standen, nehme ich an das es sich um eine Fernsehempfangsantenne (ca.6m im Durchmesser) für die zentrale Einspeisung Höfns handelt? Nach der Besichtigung der Antenne fuhren wir dann in Höfn an eine N1 Tankstelle. Danach suchten wir ein Postamt auf um unsere, am Vortag geschriebenen, Postkarten aufzugeben. Weiter fuhren wir an den Hafen und an einen Aussichtspunkt um einen Überblick von Höfn zu bekommen. Wie alle bis jetzt gesehenen Städte auf Island entpuppte sich auch Höfn als eine sehr schön angelegte kleine Stadt am Meer. Weiter ging es in einen Supermarkt um ein paar Lebensmittel einzukaufen. Nach dem Aufenthalt in Höfn ging es weiter auf der Straße„1“. Einen Halt machten wir ein paar Kilometer weiter in „Stokksness“. Hier steht ein Leuchtturm und von den Amis eine Radaranlage. Dummerweise darf man nicht zum Leuchtturm, da die Radaranlage daneben steht und somit Sperrgebiet darstellt. :-( Außerdem sollen hier, laut Landesführer, Seehunde am Strand zu sehen sein, welche wir aber nicht sehen konnten. Dafür stand auf einem Felsen eine schöne alt isländische Holzfigur. Die Fahrt ging weiter durch einen Tunnel und danach durch einige Fjorde. Die Ringstraße wird ab hier (im gesamten Island ca.50 Km) einmal kurz von Schotterpiste unterbrochen. Was für einen Straßen PKW schon mal wegen der Schlaglöcher und Spurrillen zur Tortour werden könnte, war für unseren Jeep kein Problem. Allrad rein und fertig! :-)) So kamen wir auf der „1“ nach „Djúpivogur“. Weiter nach Breiddalsvik und dann über einen Pass auf einer teilweise schlechten Schotterpiste bis zum Abzweig der Strasse 931. Dorthin mussten wir, da unser Quartier 25 Km südlich von Egilsstadir an der Strasse 931 im Hotel „Gistiheimili Grái Hundurinn“ lag. Es erwartete uns ein ganz sehr idyllisch gelegenes Hotel inmitten von Wald und in der Nähe des Sees „Lagarfljot“. Alleine das Zimmer war eine Wucht. Die vielen Sanitäreinrichtung, die wiederum extrem sauber waren, sowie die Möglichkeit endlich selber für uns zu bestimmen wann Frühstück gemacht wird, macht diese Unterkunft zu einer sehr schönen Erinnerung für uns! Sogar einen Fernseher gab es, auf dem aber nur ein Kanal lief, in englischer Sprache mit isländischem Untertitel – sehr interessant. :-) Wir fuhren nach der Zimmerbesichtung und Koffer auspacken noch nach Egilsstadir um das Auto zu tanken und die Stadt etwas kennen zu lernen. Wiederum ein sehr schöner Ort, den wir per Durchfahrt in diversen Straßen uns anschauten. Auch der Mond ging hier wieder spektakulär hinter einem Berg am NNO Horizont auf. Zurück in der Unterkunft schauten wir uns noch die Karte für den morgigen Tag an.

6.September – Fahrt nach Laugar/Myvatn: ca.266 Km

Am Morgen regnete es ein wenig. Am Vorabend hatten wir beschlossen den Vulkan Snaefell zu besichtigen. Zu diesem Zweck fuhren wir die Straße 931 und weiter die 910 bis zum Abzweig F909 Snaefell im Hochland. Auf der Straße 909 ging eine Schotterpiste los, die nur mit einem Jeep zu befahren ist!!! Der Vulkan selbst zeigte sich uns noch ohne Nebel, aber bei leichtem Regenwetter. Auf dieser „Straße“ mussten wir mehrmals den kleinen Fluss „Hölkná“ (mehr ein großer Bach) durchqueren. Macht wirklich Spaß mit Allrad / Vorgelege und extra Power (Automatik) am Jeep. :-) Nach 12km auf der 909 waren wir endlich am Vulkan angelangt. Zunehmender Regen ließ nur bedingte Fotografie zu. Dank meiner Frau, die beide Kameras ständig trocken machte, kam kein Schaden an sie. Nach diesem Abstecher fuhren wir wieder zurück in Richtung Egilsstadir. Ach ja, was noch erwähnt werden sollte: Am Abzweig F910/F931 sollte man UNBEDINGT einen Abstecher nach „Skriduklaustur“ machen. Hier steht ein wunderschön hergerichtetes Landhaus. Nach der Besichtigung von außen (immer noch bei Regen) ging es auf der anderen Seite des Sees „Lagarfljot“ auf der Straße 931 (hier jetzt Schotterpiste) noch mal nach Egilsstadir. Wir tankten und fuhren dann die eigentliche Tagesetappe in Richtung Mývatn/Laugar. Diese Etappe muss als eine „einsame“ Etappe bezeichnet werden, da hier durch eine Wüste im Hochland (ca. 100 Km) gefahren wird, wo alle 20 bis 30 Km ein Auto zu sehen ist! Ich persönlich mag aber solche Gebiete und so war es kein Problem dort zu fahren. Am Ende der „Wüste“ kommt rechts ein Abzweig (864/Dettifoss). Hier sollten PKW Besitzer unserer Meinung nach Abstand nehmen dahin zu fahren. Die Straße fordert das Auto teilweise ganz schön, für Jeeps aber kein Problem. Der Dettifoss (Wasserfall) ist grandios, aber die Straße dahin ist, wie schon erwähnt, eine Sache für sich. Am Dettifoss selbst kann man sehr schön fotografieren und auch aus verschiedenen Richtungen den Wasserfall betrachten. Danach ging es über die oben genannte Straße wieder zurück auf die „1“. Nach einiger Zeit kamen wir zum Vulkan Krafla (Abzweig 863), wo auch das gleichnamige Geo-Kraftwerk steht. Das Kraftwerk lässt von weitem die Landschaft aussehen als wäre der Vulkan noch sehr aktiv (Rauchschwaden). Den Kraterrand des Vulkans sollte man einmal besteigen. Sein innen liegender See zeigt eine türkisblaue Farbe. Sehr schön anzusehen, vor allem bei leicht sonnigen Wetter. In der Umgebung findet man einige Sulfatorenfelder. Wieder zurück auf der „1“ fährt man direkt an Námaskard vorbei, dem großen Sulfatorengebiet im Mývatn. Nach deren Besichtung fährt man über eine Bergkuppe in das Mývatngebiet direkt rein. Wir besichtigten im Süden zuerst Dimmuborg, eine labyrinthische Lavaformation. Man kann verschiedene Routen unterschiedlicher Länge laufen. Wir entschieden uns für die kürzeste, die gelbe Route. Danach ging es wieder nördlich zum Vulkan „Hverfell“. Dies ist ein Ringwallvulkan der zum Besteigen freigegeben ist. Als wir den Vulkan beide erfolgreich erklommen hatten und eine kleine Pause einlegten, begannen wir mit der Umrundung des Kraters. Diese ist in ca. 53 min zu schaffen. Während der Umrundung sieht man aus verschieden Blickwinkeln das gesamte Mývatngebiet mit dem schönen See. Auch die umliegenden Vulkankrater waren in der Abenddämmerung mit schönen Farbspiel zu sehen. Nach der erfolgreichen und sehr schönen Vulkanwanderung beschlossen wir im Bad „Jaróbödinn“ (einer heißen Badelagune) baden zu gehen. Dies war sehr schön und es ist ein schöneres Bad als die blaue Lagune in der Nähe von Reykjavik. Vor allem konnten wir während des Badens den eben bestiegenen Vulkan „Hverfjell“ in der Dämmerung beobachten, was sehr schön war. Danach ging es nach Laugar, unserem Übernachtungsquartier für diese Nacht. Dort angekommen (ca. 40 Km nördlich auf der „1“) wurden wir im Hotel „Narfastadir“ in einem Gästehaus untergebracht, welches etwas „abschüssig“ gelegen aber sehr urig (mit viel Holz) eingerichtet und ebenfalls mit vielen Sanitäreinrichtungen ausgestattet war. Auch das Frühstück war sehr ORDENTLICH, insgesamt verdient dieses Quartier ebenfalls eine besondere Erwähnung, eben durch diesen Reisebericht!!! Abends beschlossen wir dann, am nächsten Tag in unsere Etappe in Richtung Blönduós, doch noch eine Wale Watching Tour mit einzubeziehen.

7. September – Fahrt über Húsavik nach Blönduos / Gauksmýri ca.350 Km

Wir fuhren die „1“ bis zum Abzweig zur Straße 845 nach Húsavik. Dies sind ungefähr 50 Km. Dort angekommen kauften wir Tickets beim vorortigen Anbieter für Wal Touren. Bis zur Tour war es noch ein Weilchen und so besichtigten wir die sehr schöne Kirche. Während der Wal Tour, trotz der 3 Std. dauernden Fahrt, konnten leider keine Wale gesehen werden. :-(( So fuhren wir wieder zurück und machten an der Straße 87 einen Abstecher zum Geysir „Hveravellir“. Dieser ist jedoch nicht so einfach zu finden, da er „angezapft“ (für Häuser- und Gewächshäuser-Beheizung) wurde und somit nur vor sich hin brodelt. Auf der „1“ wieder angekommen ging es in Richtung Akureyri. Wir machten davor natürlich noch einen Abstecher zum Wasserfall „Godafoss“. Auch dieser ist mit 12 m Höhe sehr sehenswert. In Akureyri angekommen fiel uns eine Wohngegend am Eingang der Stadt besonders auf. Da standen die etwas „besser“ betuchten Eigenheime der Isländer, jedenfalls sah es für uns so aus. Weiter in der Stadt suchten wir uns einen Parkplatz in der Nähe der Kirche. Diese ist wirklich sehenswert und sollte bei der Besichtung nicht ausgelassen werden. Wir schlenderten etwas auf der Einkaufstraße unterhalb der Kirche und kauften auch einiges ein. Nach der Besichtigung Akureyri´s fuhren wir die „1“ weiter. Als wir dann nach längerer Fahrt über diverse Pässe und Täler in Blönduos ankamen, fiel uns die sehr interessant gestaltete Kirche in der Nähe der N1 Tankstelle, wo wir tankten, auf! Überhaupt ist auch diese Stadt sehr schön angelegt. Nun waren es noch ein paar Kilometer bis zu unserer Unterkunft in Gauksmýri, einem „einsam“ gelegenen Gästehaus. Dieses war wieder sehr schön in Unterkunft und sogar mit Sanitärbereich im eigenen Zimmer! Auch das Frühstück war wieder sehr üppig. Abends fuhren wir noch mal in den Nachbarort „Hvammstangi“ weil wir dort hofften ein beschriebenes Bad zu finden – ohne Erfolg. Also fuhren wir wieder zurück und sahen uns im Zimmer noch unsere letzte Etappe für den darauf folgenden Tag an.

8. September – Fahrt zurück nach Reykjavik ca.300 Km

Wir fuhren die „1“ bis zum Abzweig Straße „50“ in Richtung Reykholt. Der an dieser Strecke liegende Geysir wurde zur Beiheizung diverser Häuser „angezapft“. Übrigens sah ich dort einen wunderschönen Jeep FORD EXCURSSION (was für ein tolles Gefährt!) parken. In Reykholt schauten wir uns die Schule an. Der Ort dient heute als Schulort auf Island. Weiter fuhren wir auf der 519 und der 518 zu den Wasserfällen „Barnafoss“ und „Hraunfossar“. Nach deren Besichtung fuhren wir wieder zurück auf die „1“ und bogen dann auf die Straße 47 ein. Wir empfehlen diese schöne Fjordstraße zu fahren, anstatt durch den Tunnel. Ist aber Geschmackssache! Nach diesem Abstecher kamen wir wieder auf die „1“ und fuhren dann bei einsetzenden Regen über Mosfellsbaer nach Reykjavik in unser letztes und auch erstes Quartier dieser Reise. Da wir zeitig ankamen hatten wir zur Besichtung von Reykjavik noch Zeit. So schauten wir uns die Einkaufsstraße an, den „Perlan“ und abends nach dem Besuch der blauen Lagune noch die in der Innenstadt gelegene Kirche (bei sehr windigen Wetter). Der „Perlan“, die Einkaufstraße und zuletzt auch die Kirche sind sehr sehenswert. Vom Perlan aus hat man einen schönen Blick auf die Stadt. Was die blaue Lagune angeht, so denke ich, wenn man in Mývatn in das Bad geht, ist es in schönerer Umgebung. Soll aber jeder für sich entscheiden. Abends packten wir dann unsere Koffer für die Heimreise am nächsten Morgen.

9. September – Heimreise – Fahrt von Reykjavik nach Kevlavik / Flughafen ca.40 Km

Wir standen 04:00Uhr auf, machten uns reisefertig und fuhren mit einem letzten Stopp an einer N1 Tankstelle (Auto muss ja wieder voll getankt abgegeben werden) zum Flughafen bei Regen! :-(( Das Auto gaben wir ohne Probleme bei „Hertz“ am Büro ab und checkten ein. Unser Flug ging 07:30 Uhr Ortszeit. Nach ca. 2 Std. und 40 min landeten wir (11:30Uhr MESZ) in Frankfurt/Main. Ohne Probleme bekamen wir unser Auto und fuhren dann ca. 4Std. nach Kleinfriesen/Plauen/Vogtland.

Endresultat unserer Island Reise:

- ca.1400 Digital Fotos mit voller 6 Meg.Pixel Auflösung (Canon Power Shot Camera)
- ca.60 Analog Fotos mit Canon Spiegelreflex EOS 3000N
- und einen tollen Eindruck dieses fantastischen SAUBEREN und gastfreundlichen Landes




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